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Workshop des Praxisnetzwerks: "Neue Bewohner in benachteiligten Gebieten"


Zusammenfassung der Ergebnisse Die Ergebnisse des Workshops lassen sich kursorisch wie folgt zusammenfassen:

Die Debatte über die Themen Integration und Segregation ist stark emotionalisiert und ideologisiert. Notwendig sei eine Entstigma- tisierung der segregierten Gebiete.

Eine moderne Gesellschaft ist eine soziale und integrative Gesellschaft. Sie ist ressourcenorientiert, nutzt die Potenziale der
internationalen Stadtgesellschaft und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Voraussetzung ist eine querschnittsorientierte und ressortüber- greifende Zusammenarbeit, die Anerkennung von Differenz und der Vielfalt eigenständiger Kulturen.

Workshop Neue Bewohner in benachteiligten Quartieren

Der wohnungspolitische Ansatz einer restriktiven Belegungspolitik über Quoten oder ähnliches zur Erreichung einer Bevölkerungs- mischung habe sich in der Realität nicht bewährt, vielmehr solle eine Steuerung der Belegung über Angebots- und Anreizmodelle erfolgen. Das Ziel der Mischung wurde als schwierig zu erreichen- der aber richtiger Weg angesehen. Die These "Integration trotz Segregation" aus dem Projekt: Zuwanderer in der Stadt müsse weiter entwickelt werden, "Diversität und Integration" (Barbara John) seien die Stichworte. Schlüsselelement für eine positive Quartiers- entwicklung ist Bildung, notwendig seien qualifizierte Kitas und Schulen. Eine gute soziale Infrastrukturausstattung mit qualifizierten, mehrsprachigen und interkulturell kompetenten MitarbeiterInnen und ein positiv gestaltetes Wohnumfeld würden einen wichtigen Beitrag für den Integrationsprozess leisten.

Die Wohnungswirtschaft ist ein wichtiger Partner für die Quartiersentwicklung, sie muss sich in ihrem Geschäftsmodell als
Bestandserhalter und Sozialpartner der Kommunen verstehen. Im Hinblick auf die zunehmende Polarisierung der Wohnquartiere und die Herausbildung sozial problematischer Milieus müssen sich Kommunen und Wohnungsunternehmen gemeinsam der Herausforderung stellen, Nachbarschaften zu formieren und zu organisieren.

Baugruppen und Genossenschaften können einen Beitrag zur sozialen und ethnischen Mischung der Wohnquartiere leisten (Beispiel München). Die Kommunen können derartige Modelle unterstützen, indem sie Bauland zu günstigen Konditionen bereitstellen und Organisationsberatung anbieten.

Aufgabe der Kommunen sei es, einen Konsens über die strategische Entwicklung eines Quartiers und Entwicklungs- partnerschaften zu organisieren. Dabei bedarf es einer klaren Zielsetzung und eines zielgruppenorientierten, kleinräumigen Ansatzes. Das Programm "Soziale Stadt" sei in dieser Hinsicht zukunftsweisend.

Allgemeingültige Empfehlungen seien nicht möglich, das zeigten die beiden Beispiele München und Duisburg. Denn unterschiedliche ökonomische Rahmenbedingungen und der jeweilige kommunale Wohnungsmarkt haben entscheidenden Einfluss auf die Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen.

>> Zu den Folien der Vorträge

Eine ausführlichere Dokumentation des Workshops wird im Januar 2009 vorliegen.

Workshop neue Bewohner in benachteiligten Quartieren
Zusammensetzung der Teilnehmer
Räumlicher Schwerpunkt der Herkunftsorte mit ca. der Hälfte TeilnehmerInnen war das Land Hessen, viele davon kamen aus Darmstadt und Frankfurt am Main, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Mit Ausnahme von Schleswig-Holstein waren alle westlichen Bundesländer vertreten. Aus den östlichen Bundesländern kamen nur wenige TeilnehmerInnen, sie kamen aus Berlin und Leipzig. Die Teilnehmer kamen aus der Wissenschaft, der kommunalen Verwaltung und aus öffentlichen Institutionen, Verbänden, aus dem Quartiersmanagement und aus Wohnungsunternehmen.

Bildergalerie

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Letzte Änderung: 16.12.2008