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Integrationskonzept der Stadt, Aachen

Zielstellung Im Jahr 2005 beschloss der Rat der Stadt Aachen, ein kommunales Integrationskonzept erstellen zu lassen. Entscheidend ist die Bereitschaft der Zuwanderer, sich in die aufnehmende Gesellschaft zu integrieren und bestehende Angebote aktiv anzunehmen. Nur diese schafft die Voraussetzungen einer erfolgreichen Integration. Diese Eigenverantwortung und Beteiligung ist unerlässlich und durch nichts zu ersetzen.

Entscheidend ist aber auch, Integration nicht als einseitige Verpflichtung zu betrachten, sondern als stetigen Prozess des Aufeinanderzugehens, in dem Einheimische und Zugewanderte in gegenseitigem Respekt ihre Normen und Wertevorstellungen ständig neu überprüfen und aneinander anpassen müssen.
Integration in Aachen zum Erfolg führen bedeutet, die relevanten Akteure der Kommune, des Migrationsrates, der Migrantenorganisationen sowie der freien und gemeinnützigen Träger an diesem Prozess mitverantwortlich und aktiv zu beteiligen. Dies schafft die Voraussetzungen, Ressourcen und Aufgaben effizient aufeinander abzustimmen. Das mit diesen Akteuren erarbeitete Integrationskonzept wurde im Oktober 2006 vom Rat der Stadt Aachen beschlossen.

Projektbeschreibung Um ein abstraktes Konzept zu vermeiden, wurde ein Integrationskonzept formuliert, dem konkrete projektgebundene Handlungsstrategien zu Grunde liegen, die kurz- und mittelfristig auch umgesetzt werden können.

Das Integrationskonzept wird durch sieben Handlungsfelder dokumentiert, die in entsprechenden Arbeitsgruppen mit ca. 100 Personen erarbeitet wurden. Die ersten vier der aufgeführten Handlungsfelder wurden priorisiert:
  • Soziale Beratung und Betreuung, psychosoziale Beratung und Gesundheit
  • Sprachförderung
  • Bildung
  • Arbeitsmarkt
  • Wohnen/Planen
  • Sport/Freizeit/Kultur
  • Senioren

In diesen Handlungsfeldern soll eine zielgruppengerichtete Integration "vor Ort" erreicht werden. Hauptzielgruppen sind:
  • Neuzuwanderer, Bestandsausländer,
  • Kinder (insbesondere im Vorschulalter) und Jugendliche,
  • junge Mütter bildungsferner Schichten und
  • die deutsche Bevölkerung.

Integration ist als kontinuierliche Aufgabe zu betrachten. Der Maßnahmenkatalog ist deshalb nicht abschließend, sondern entsprechend der Bedarfe, ständig zu aktualisieren und zu erweitern.

Beteiligte Da Integration nur vor Ort, am Wohnort, in den örtlichen Verwaltungen, am Arbeitsplatz, in den Schulen, in den Kindertagesstätten und nur unter Mitwirkung der Migrant/innen erfolgreich gestaltet werden kann, wurde für die Erarbeitung des Integrationskonzeptes ein partizipativer Ansatz gewählt. Unter Einbeziehung des Migrationsrates, der Migrantenorganisationen, bereits bestehender Netzwerke (insbesondere dem Aachener "Netzwerk Integration" mit den Arbeitsgruppen: Sprache, Schule und Beruf, Soziale und kulturelle Integration) und verschiedensten Facharbeitskreisen wurden auf der Grundlage definierter Handlungsfelder Arbeitsgruppen gebildet.

Laufzeit Das Integrationskonzept ist ein laufender Erarbeitungsprozess, der kontinuierlich fortgeschrieben werden muss.

Kosten Zwischenzeitlich arbeiten bei der Stabsstelle Integration neben der Integrationsbeauftragten weitere vier Mitarbeiter. Da die verschiedenen Handlungsfelder kontinuierlich weiter ausgebaut werden, hat die Stabsstelle Integration eine eigene Mittelbewirtschaftung.

Ansprechpartner Stadt Aachen
Fachbereich Soziales, Stabsstelle Integration
Iris Kreutzer
www.integration-aachen.de
(Integrationskonzept im Volltext)
Email: integration@mail.aachen.de
Tel.: 0241/432-5663
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Letzte Änderung: 12.10.2009